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Ein Unternehmer muss darauf achten, dass seine Forderungen pünktlich eingehen, um "flüssig" zu bleiben und keine unnötigen Bankkredite aufnehmen zu müssen.

Hat Ihr Kunde nicht zu dem gesetzten Fälligkeitstermin gezahlt, sollten Sie daher entweder persönlich bei ihm anrufen oder ein freundliches, aber bestimmtes Mahnschreiben verschicken.

Tipps für Mahnungen

Die Anmahnung einer Forderung sollte behutsam erfolgen, wenn Sie weiterhin mit dem Kunden in Geschäftsverbindung bleiben wollen. Eine gewisse Großzügigkeit zahlt sich vielleicht schon beim nächsten Auftrag aus.

Bringen Sie sich dem Kunden zunächst in Erinnerung, zum Beispiel durch das Zusenden einer Preisliste oder ähnliches. Erfolgt keine Reaktion auf dieses Erinnerungsschreiben, sollten sie nachdrückliche Mahnungen verschicken.

Kennzeichnen Sie das Schreiben deutlich mit der fettgedruckten Bezeichnung "1. Mahnung". Am besten beginnen Sie den Brief mit dem Hinweis auf die Fälligkeit der Forderung.

Verdeutlichen Sie dem Schuldner, dass Sie selbst Zahlungsverpflichtungen nachkommen müssen und bitten Sie um eine schnelle Überweisung des Rechnungsbetrages. Eine Frist von 5 bis 10 Tagen ist hierbei angemessen.

Rechtliche Schritte

Bleibt auch die Mahnung erfolglos, könnten Sie bereits rechtliche Schritte einleiten. Dennoch ist es besser, das zweite oder dritte Mahnschreiben abzuwarten, um keine Kunden, die lediglich aus Vergesslichkeit ihre Rechnungen noch nicht beglichen haben zu verstimmen.

Wollen Sie dennoch auf eine zweite und dritte Mahnung verzichten, sollten Sie sicherstellen, dass der säumige Kunde die erste Mahnung auch bekommen hat.

Das kann zum Beispiel durch persönliche Übergabe, Versendung per Einschreiben oder einer geforderten Quittierung der Mahnung geschehen. Ansonsten könnte es passieren, dass der Schuldner im Falle eines Verfahrens behauptet, die Mahnung nie erhalten zu haben.

Mahngebühren und Verzugszinsen

Bei Zahlungsverzug haben Sie Anspruch auf Mahngebühren sowie Verzugszinsen. In der Regel werden dem Kunden die Kosten für das Porto, die Bearbeitung und die entstandenen Unannehmlichkeiten in Rechnung gestellt.

Diese Gebühren und Verzugszinsen sollten Sie gesondert aufführen, damit der Schuldner auf den ersten Blick erkennt, wie die höheren Kosten zustande kommen.