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Der Begriff Kleinbetragsrechnung wird häufig im Rechnungswesen im Zusammenhang mit dem Vorsteuerabzug verwendet.

Im deutschen Umsatzsteuergesetz wird geregelt, dass Unternehmen die auf den Eingangsrechnungen ihrer Lieferanten ausgewiesene Umsatzsteuer als Vorsteuer wieder abziehen dürfen.

Der Paragraph 14 des Umsatzsteuergesetzes definiert aber einige Vorrausetzungen, wie solche Eingangsrechnungen geschrieben werden müssen, um den Vorsteuerabzug zu erlauben. Die Umsetzung dieser Vorschriften bereitet in der Praxis erhebliche Schwierigkeiten.

Kleinbetragsrechnungen

Um die Bürokratie im täglichen Leben abzubauen, hat der Gesetzgeber die Kleinbetragsrechnungen eingeführt.

Kleinbetragsrechnungen dürfen einen Rechnungsbetrag von 150 Euro nicht überschreiten.

Vorsicht, damit ist der Bruttobetrag, also einschließlich Umsatzsteuer, gemeint! Dann gelten für diese Belege vereinfachte Regelungen, um den Vorsteuerabzug zu gewährleisten.

Rechtliche Grundlage dafür ist der Paragraph 33 der Umsatzsteuerdurchführungsverordnung.

Tipps für Kleinbetragsrechnungen

Folgende wichtige Angaben sind auf den Belegen wie Quittungen, Kassenzetteln oder Rechnungen aufzuführen, damit auch bei einer Kleinbetragsrechnung der Vorsteuerabzug anerkannt wird:

  • Der Name und die Anschrift des leistenden Unternehmens. Hierzu genügt bei einem Quittungsblock ein Stempel des Unternehmens. Auf Kassenbons finden sich die Angaben meistens im Kopf des Beleges.
  • Das Datum des Kaufs oder der Dienstleistung.
  • Die Art der Lieferung und Leistung und die Menge. Die Dienstleistung oder die Ware muss genau bezeichnet sein. Es ist übrigens nicht erlaubt, eine Leistung auf mehrere Kleinbetragsrechnungen aufzuteilen.
  • Der Rechnungsbetrag in Euro.
  • Der Steuersatz oder der Steuersatz und der Steuerbetrag. Möglich ist eine Formulierung wie "in ... Euro sind 7% Mehrwertsteuer enthalten".
  • Bei Steuerbefreiungen darf der Hinweis nicht fehlen, warum keine Steuer ausgewiesen wird. Das gilt vor allem für Kleinunternehmer. Solch ein Vermerk könnte lauten: "steuerbefreit, Kleinunternehmer nach Paragraph 19 UStG".

Stellen Sie selbst Kleinbetragsrechnungen aus, so verwenden Sie am besten vorbereitete Quittungsblöcke.

Sammeln Sie viele Tankbelege, Barquittungen vom Baumarkt oder aus dem Großmarkt, achten Sie genau auf den Zahlbetrag!

Alle Belege über 150 Euro müssen vollständige Angaben nach Paragraph 14 UStG haben, sonst streicht Ihnen das Finanzamt die Vorsteuer! Fordern Sie sofort vor Ort eine vollständige Rechnung an!