So schreiben Kleinunternehmer Rechnungen

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Für jeden Unternehmer gilt der Grundsatz, dass erbrachte Leistungen berechnet, also in Rechnung gestellt werden können. Jeder hat im wahrsten Sinne des Wortes einmal klein angefangen.

Im wirtschaftlichen Leben sind das Kleinunternehmer, und zwar in der Regel als Einzelunternehmer. Sie gelten dann als Kleinunternehmer, wenn der steuerpflichtige Umsatz den Betrag von siebzehntausendfünfhundert Euro je Kalenderjahr nicht übersteigt.

Diese Grenze gilt für das Gründungsjahr und kann im Folgejahr auf bis zu fünfzigtausend Euro steigen, ohne dass der Status Kleinunternehmer gefährdet wird.

So schreiben Kleinunternehmer Rechnungen
Der Gesetzgeber stellt konkrete Forderungen an Form und Inhalt von Rechnungen. Das gilt auch für Kleinunternehmer Rechnungen. Sofern Kleinunternehmer nicht die Ausnahme Option zur Umsatzsteuer wahrnehmen, sind sie von einer Umsatzsteuerpflicht befreit. Sie berechnen keine, machen keine geltend und brauchen auch keine Umsatzsteuererklärung abzugeben.

Bei Kleinunternehmer Rechnungen wird in solche bis und über hundertfünfzig Euro unterschieden. Bei Kleinunternehmer Rechnungen über sogenannte Kleinbeträge kann bis auf Namen und Anschrift des Kleinunternehmers, Rechnungsnummer und Datum der Rechnungserstellung, den Hinweis darauf, dass gemäß § 19 Umsatzsteuergesetz keine Umsatzsteuer erhoben wird, und den Rechnungsbetrag auf weitere Inhalte verzichtet werden. Die Rechnungssumme gilt als Bruttobetrag.

Bei allen anderen Rechnungen sind weitergehende Inhalte notwendig. Das sind Name und Anschrift des Rechnungs-, also Leistungsempfängers, das Datum der Leistungserbringung, und wahlweise die dem Kleinunternehmen vom Betriebsfinanzamt zugewiesene Steuernummer oder Umsatzsteuernummer, oder aber die vom Bundeszentralamt für Steuern zugeteilte Identifikationsnummer. Außerdem muss deutlich werden, was aus welchem Grunde in welcher Menge berechnet wird.

Wenn ein Kleinunternehmer Rechnungen sowohl bis als auch über hundertfünfzig Euro ausstellt, dann empfiehlt es sich zur eigenen Arbeitserleichterung, für alle Rechnungen denselben Vordruck zu verwenden, also denjenigen für die höheren Rechnungen.

Der Kleinunternehmer sollte beachten, dass nicht nur seine Ausgangsrechnungen, sondern auch alle Eingangsrechnungen diese Angaben enthalten müssen. Nur dann sind sie als eine Betriebsausgabe steuerlich anerkennungsfähig. Und auch jede Kleinunternehmer Rechnung muss innerhalb von sechs Monaten nach der Leistungserbringung ausgestellt beziehungsweise versendet werden.